| Grundsätzliche Erkenntnisse
Damals, als Sara geboren wurde, war sie noch ziemlich jung. Und
klein. Das ist sie heute auch noch, allerdings nicht mehr
ganz so jung wie damals. Naja, und gewachsen ist sie dann
doch auch ein wenig.
Zunächst besuchte Sara fleißig den Kindergarten, wo sie durch
konsequentes Mittagsschlafverweigern bekannt war. Man war
dort wahrscheinlich heilfroh, als sie mit sechs Jahren endlich
eingeschult wurde.
Die Schule
fand Sara cool, also blieb sie, so lange es eben ging und
machte Abitur. Das reichte ihr irgendwie aber immer noch nicht,
so dass sie sich entschloss,
ein Studium hinten anzuhängen. So kam es, dass Sara sich jetzt
Diplomverwaltungswirtin nennen kann. (Schon klar, da kann
sich jetzt niemand etwas drunter vorstellen,
aber es ist doch interessant zu sehen, dass die Sara vor ihrem
Absturz in die Kunstszene tatsächlich was Ordentliches gelernt
hat, oder?)
Sara würde jetzt gern sagen, dass sie schon seit 20 Jahren zaubert.
Kann sie aber nicht, denn die Zauberei hat sie erst relativ
spät für sich entdeckt.
Florian ist schuld
Ja, wirklich. Gäbe es ihn nicht, würde Sara heute wahrscheinlich gar nicht an
diesem Virus, den man Zauberei nennt, leiden.
Sara stand schon immer gern vor Publikum. Keine Familienfeier,
ohne dass Sara irgendwas auf die Beine gestellt hätte!
Und doch musste erst Florian kommen, um ihr zu zeigen, wo
ihre Berufung liegt. Durch ihn entdeckte sie die Zauberei,
denn er gab ihr ein Buch zu lesen. Nuja, es war natürlich
nicht „Jenseits von Afrika“ oder „Mutter Courage“ – nein,
es war tatsächlich ein Zauberbuch. Besagtes Zauberbuch war
so wundervoll und packend geschrieben,
dass sie es innerhalb eines Nachmittags geradezu verschlang
und danach nur noch eines wollte: Zaubern können und andere
Menschen zum Staunen
bringen.
Innerhalb kürzester Zeit begann Sara nun, ihr gesamtes Geld
in Bücher und Utensilien zu investieren. Zauberei kann durchaus
ein teures Hobby sein… ;)
Dank diverser Seminare, Workshops und hilfreicher Unterstützung
durch einige Mentoren kann sie inzwischen auf ein schönes
Repertoire an Kunststücken zurückgreifen, um ein kurzweiliges Programm
zu gestalten und Menschen zum Staunen und Lachen zu bringen.
Schnickschnack
Bereits kurz nachdem Sara begonnen hatte, sich mit der Zauberei zu beschäftigen,
erkannte sie, dass ihr eines überhaupt nicht liegt: peinliche
Tricks mit glitzernden „Apparaten“ und riesigen Federblumen.
Das war alles Schnickschnack
für sie. Sara wollte wahre Magie, kleine Wunder und echte Illusionen präsentieren.
Sie begann sich im Magischen Zirkel Berlin zu engagieren und sammelte durch diverse
Auftritte erste Bühnenerfahrung.
Inzwischen ist Sara eine der wenigen zaubernden Frauen Deutschlands und freut
sich, wenn sie vielleicht demnächst Ihre Feier um magische Momente
bereichern kann. |